Magaths Shopping-Tour in der Kritik
Felix Magath zieht seit seiner Zeit bei Schalke 04 immer mehr die Kritik auf sich. Grund sind seine teilweise etwas größenwahnsinnig anmutenden Shopping-Touren, bei denen er Spieler um Spieler verpflichtet und dabei den Überblick zu verlieren scheint, zumal die Erfolge ausbleiben. Nachdem er erst im vergangenen Sommer den Wolfsburger Kader nahezu komplett mit neuen Spielern ersetzt hat, ist er aktuell schon wieder in Kauflaune. Damit scheinen auch die Vereinsverantwortlichen Probleme zu haben.
„Ich tue mich schwer, mir alle Namen zu merken, aber ich weiß, wer woher kommt”, sagte VW-Boss Martin Winterkorn über die Neuzugänge des VfL Wolfsburg. Scheinbar hat die oberste Führungsetage den Überblick verloren, was die Transfers von Trainer und Manager Magath betrifft. So sind Petr Jiracek, Slobodan Medojevic und Ferhan Hasani bereits bei den Niedersachsen angekommen. Auch Vierinha steht in den Startlöchern, ihm sollen Ibrahim Sissoko und Giovanni Sio folgen. Ob die Neuzugänge die „Wölfe”, die in den Quoten Bundesliga und in den live Sportwetten meist als Außenseiter gehandelt werden, aus dem Mittelmaß retten können, kann derzeit freilich noch niemand sagen. Doch blickt man zurück auf die vergangenen Transfers, dann liegt die Vermutung nahe, dass die neuerlichen Verstärkungen nicht viel bringen werden.
Das sehen auch die Fans so, die Magaths Einkaufspolitik nach den Flops im Sommer kritisch sehen. Bei den Schalkern bewies er zwar ein gutes Händchen als er Raul und Klaas-Jan Huntelaar nach Gelsenkirchen holte, doch auf die beiden Transfererfolge kann er sich nicht mehr länger ausruhen. Ein anderer Verein, der mehr auf die Spielerverpflichtungen achtet, hätte Magath womöglich längst vor die Tür gesetzt. So verwundert es doch sehr, dass „Quälix” nach wie vor freie Hand hat, was die Transfers betrifft, obwohl er keine nennenswerten Erfolge verbuchen kann. Zwar musste er im Sommer die Mannschaft seines Vorgängers übernehmen, doch nach den Umwälzungen des Kaders stellte sich eben auch kein Erfolg ein.
Somit gerät Magath mehr und mehr unter Druck. Sollte die Rückrunde der laufenden Saison nämlich ähnlich schlecht ausfallen, dann wäre das womöglich auch das Aus für den ehemaligen Erfolgstrainer, der 2009 den Titel mit den „Wölfen” holte.
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