Archiv für die Kategorie ‘1. Bundesliga’

Robben fällt länger aus

Mittwoch, 14. September 2011

Bis Arjen Robben wieder völlig fit ist, kann es noch einige Monate dauern. Zudem wird es vor Dezember zwischen den Bayern und dem niederländischen Nationalspieler keine Vertragsgespräche geben.

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Schalke entrümpelt Kader

Mittwoch, 29. Juni 2011

Bundesligist FC Schalke 04 will vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison seinen Kader verschmälern. Elf Spieler wurden von Horst Heldt bereits gestrichen. Doch der Schalke-Manager sieht seine Arbeit noch nicht beendet.

Ex-Trainer Felix Magath und seine Einkaufstouren auf dem Transfermarkt haben im Kader des FC Schalke 04 ihre Spuren hinterlassen. Er wurde immer größer und größer, ohne allerdings den gewünschten Erfolg zu zeigen. Trotz des Erfolgs im DFB-Pokalfinale war die Saison 2010/11 für die Gelsenkirchener eine Katastrophensaison und der Abschluss auf Platz 14 keinesfalls das, was man sich in Anbetracht des millionenschweren Kaders erhofft hatte.

Bevor es im August unter dem neuen Coach Ralf Rangnick auf zu neuen Ufern geht, arbeitet der Club unter Hochdruck daran, den aufgeblähten Kader auszudünnen und neues Geld in die leeren Kassen zu spülen. Elf Spieler fielen dem Rotstift von Schalke-Manager Horst Heldt bereits zum Opfer. Doch Ralf Rangnick möchte nur mit 25 Spielern um die Favoritenrolle in den Bundesliga-Wetten kämpfen – trotz der vielen Abgänge zählt der Kader der „Königsblauen“ immer noch aus 31 Mann. Wen wird die Entrümpelungsaktion noch treffen?

Auf der langen Liste der Spieler, die ab sofort ihre Stiefel anderswo schnüren werden, stehen Bodgan Müller, der zum Karlsruher SC in die 2. Bundesliga wechselt, Christian Pander, der nach diversen Verletzungen bei Schalke kaum zum Einsatz kam und fortan bei Hannover 96 spielen wird, Marvin Pourie, der nach Dänemark zu Silkeborg IF geht und Lukas Schmitz, der in der abgelaufenen Saison keinen einzigen Treffer landete und nun bei Werder Bremen sein Glück versucht. Auch Hao Junmin wird den Club verlassen. Der Chinese konnte sich in der Bundesliga nicht durchsetzen und kehrt in sein Heimatland zurück. Hangzhou Greentown soll an dem chinesischen Nationalspieler interessiert sein.

Ebenfalls noch offen ist die Zukunft von Angelos Charisteas. Wie Ali Karimi, der für Schalke in der Bundesliga genau ein Mal zum Einsatz kam, hat er noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Im Falle der übrigen Abgänge stehen deren künftige Vereine bereits fest: Vasileios Pliatsikas wird an den MSV Duisburg ausgeliehen, Ciprian Deac an Rapid Bukarest. Leihgabe Danilo Avelar von Karpaty Lwiw kehrt zurück zum ukrainischen Erstligisten und der Norweger Tore Reginiussen, der in der vergangenen Saison an Tromsö IL verliehen war, wechselt nach Dänemark zu Odense BK.

Heldt zeigte sich angesichts der bisherigen Streichungen zufrieden, will aber hier noch nicht aufhören: „Wir sind auf einem guten Weg, doch noch nicht am Ende“, ließ er in der „Bild“ verlauten. Nach 11 Abgängen und den Rückkehrern Holtby, Moravek, Jones und Asamoah sowie den Neuzugängen Fuchs, Höger und Fährmann ist man mit 31 Spielern noch sechs Spieler von den gewünschten 25 entfernt und es wird heftig spekuliert, wen es noch treffen könnte. Als heiße Kandidaten gelten Annan, Asamoah und Plestan.

Saisonplanung in Gelsenkirchen

Dienstag, 31. Mai 2011

Nach dem erfolgreichen Saisonabschluss mit dem Sieg im Pokalfinale gegen den MSV Duisburg am 21. Mai hat der FC Schalke 04 nun alle Hände voll zu tun, einen Kader zusammenzustellen, mit dem es in der kommenden Saison nicht nur im DFB Pokal, sondern auch in der Bundesliga gut läuft. Der Titel in letzter Minute brachte den Gelsenkirchenern zwar auf Umwegen doch noch die Europa-League-Qualifikation ein, doch ein Saisonabschluss auf dem 14. Platz ist für einen Bundesliga-Riesen wie den FC Schalke eigentlich indiskutabel.

Für Ralf Rangnick gibt es über den Sommer also jede Menge zu tun. Besondere Sorgen bereitet dem Coach dabei der Abschied von Manuel Neuer, dessen vortreffliche Qualitäten als Torhüter Schalke in so mancher Partie vor einem noch schlechteren Abschneiden bewahrt haben, wenn sich der restliche Kader wieder einmal als Totalausfall erwies. Nachdem sämtliches Werben um Neuers Dienste vergebens war, muss man den Verlust des Nationaltorhüters wohl oder übel akzeptieren, wird sich aber umso hartnäckiger dafür einsetzen, die Verträge anderer Leistungsträger zu verlängern.

So will man Stürmer Jefferson Farfán, dessen Vertrag derzeit noch bis 2012 läuft, bis 2015 an die Königsblauen binden. Das bestätigte der Gelsenkirchener Sportdirektor Horst Heldt nach der Aufsichtsratssitzung des Vereins. Vorerst könne man aber mit keiner Entscheidung rechnen, da der Spieler bis zum Trainingsbeginn im Juni in Peru sei. Erst dann werde man die Verhandlungen über das diesem vorliegende Angebot wieder aufnehmen. Unter Ex-Trainer Felix Magath hatte der Peruaner Müdigkeitserscheinungen gezeigt, doch nach dem Trainerwechsel im März änderte der Angreifer seine Meinung und signalisierte sein Interesse am Verbleib. Konkurrenz könnten Rangnick & Co. allerdings aus Italien bekommen: Auch Juventus Turin und der AC Mailand sollen ihr Interesse an dem Bundesliga-Profi geäußert haben.

Auch mit Leistungsträger Raúl hat man bereits jetzt, trotz laufenden Vertrags bis 2012, Gespräche über eine Vertragsverlängerung begonnen, die bisher von beiden Seiten positiv kommentiert wurden. Rangnick kann außerdem in der kommenden Saison auf das Talent von Lewis Holtby zählen, der in der vergangenen Bundesliga-Saison an den FSV Mainz 05 verliehen war, und dort mit den „Grubweg-Boys“ gezeigt hat, was in ihm steckt. Damit sollte die Rangnick-Elf die besten Voraussetzungen haben, um im Kampf um die Favoritenrolle in den online Wetten 2011/12 wieder ganz vorne mitspielen können.

Louis van Gaal wieder glücklich

Donnerstag, 17. Februar 2011

Louis van Gaal hat es nicht leicht gehabt in dieser Saison. In der letzten Saison noch als unfehlbar bejubelt, hagelte es zuletzt Kritik für den Holländer, sei es seinen sturen Charakter betreffend, oder sein Personal-Roulette. Und nicht zuletzt musste der Bayern-Trainer mit einem extrem dezimierten Kader und einer erfolglosen Hinrunde kämpfen. Doch langsam hat das selbst ernannte Feierbiest wieder Grund zu feiern.

Zuletzt wechselte die Stimmung beim Rekordmeister stark. Zu Tode betrübt nach der Niederlage in Köln (2:3), doch am nächsten Spieltag war alles schon wieder in Butter. Ein überlegener Sieg über Hoffenheim, Tabellenplatz drei, Champions League-Rang, das zweitbeste Team der Rückrunde und noch alle Chancen in der Champions League und im DFB Pokal. Und auch die Zahl der Verletzten im Bayern-Kader sinkt von Woche zu Woche.

Das machte sich am vergangenen Spieltag mehr als deutlich bemerkbar. Erstmals in dieser Saison spielten „Robbery“ wieder von Beginn an gemeinsam in ihrer so berüchtigten Flügelzange. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hoffenheim 4:0 vom Platz gefegt, ohne auch nur eine Chance zuzulassen, zwei Tore von Robben, zwei aufgelegt von Ribery. Endlich ist der FCB wieder dort, wo er seinem Selbstverständnis nach hingehört. “Es ist lange her, dass wir 90 Minuten gut waren. Diesmal waren wir es”, freute sich der Trainer über den jüngsten Erfolg.

Dass der nun erst einmal bleibt, daran zweifelt auch Ribéry nicht. Für die kommenden drei Partien in Mainz, bei Inter Mailand und gegen Dortmund hat er vor: “Alle Spiele gewinnen. Ich bin zurück, Robben ist zurück, auch andere wichtige Spieler.” So sind unter anderem Toni Kroos und Diego Contento aus dem Bayern-Lazarett zurückgekehrt. Die beiden absolvierten am Dienstag leichte Trainingseinheiten und freuen sich auf ihr baldiges Comeback.

Einzig Miroslav Klose ist nicht glücklich. In der Nationalelf wurde er im Länderspiel gegen Italien (1:1) mit seinem Tor noch gefeiert, doch in der Bundesliga wechselte van Gaal ihn kurz darauf noch nicht einmal ein. Aus seiner Enttäuschung machte der Stürmer keinen Hehl. Er fühlte sich in Bestform und hatte sich mehr Spielpraxis gewünscht. „Deshalb ist es für mich keine einfache Situation“, gestand Klose.

Erste Negativmeldungen gibt es aus dem Bayern-Kader zwar auch schon wieder, von der Vereinsführung wurden Sorgen aber schnell beschwichtigt. Robben kämpft weiter mit Adduktorenproblemen und konnte am Mittwoch nicht am Training teilnehmen. Nach nur einer knappen halben Stunde abbrechen musste Mario Gomez das Training, der ebenfalls mit gesundheitlichen Problemen kämpft. Im Spiel gegen die Kraichgauer erlitt der mit 17 Toren derzeit beste Torschütze der Bundesliga eine Prellung.

Der Verein meldet aber, es gebe keinen Grund zur Sorge, der Einsatz der beiden Stars am Samstag bei Mainz 05 sei nicht gefährdet. Abgesehen vom langzeitverletzten Ivica Olic soll Coach van Gaal für den kommenden Spieltag ein voller Kader zur Verfügung stehen. Die Bayern haben mit dem Gastgeber noch eine Rechnung offen, am Bruchweg siegten die Gastgeber schon vergangene Saison, und auch in der Allianz Arena konnten die Bayern von ihrem Dusel zuletzt keinen Gebrauch machen. Die Tuchel-Elf hatte zuletzt allerdings zu Hause kein Glück. Der letzte Heimsieg liegt beinahe drei Monate zurück. Online Sportwetten prophezeien dem Überraschungsteam der Hinrunde daher eine Niederlage und es könnte sein, dass die Bruchweg-Boys schon am kommenden Wochenende ihren fünften Tabellenplatz verlieren.

Bundesliga - Abstiegskampf beim VfB

Dienstag, 01. Februar 2011

Nach dem bitteren 0:1 gegen Freiburg steuert der VfB Stuttgart schnurstracks auf die Zweitklassigkeit zu. Es wäre der erste Abstieg seit 36 Jahren für die Schwaben.

Beim VfB Stuttgart hat Martin Harnik die Jokerrolle für sich gepachtet: Fünfmal hat er seinen Klub in dieser Saison schon gerettet. In der Fußball-Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Europa League schoss er nach seiner Einwechslung jeweils entscheidende Tore. Doch beim niederschmetternden 0:1 gegen den SC Freiburg versagte selbst der Superjoker.

Der Deutsch-Österreicher war untröstlich, natürlich mit der Tabellenposition seines Vereins im Hinterkopf: „Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte“, kommentierte der österreichische Nationalstürmer den tragischen Fehlschuss. Oliver Baumann hatte ihm vier Minuten vor Schluss die Ausgleichschance zum 1:1 serviert, doch Harnik schob den Ball aus zwei Metern am leeren Tor vorbei. Ein verhängnisvoller Fehler, der dem Team von Bruno Labbadia wieder keinen Aufstieg von den Abstiegsplätzen bescheren konnte. Die verspielte Chance wurde zum Dauerrenner auf Youtube und der 23-Jährige zum Sinnbild dafür, dass beim VfB zur Zeit gar nichts so richtig klappt.

„Wir liegen am Boden und müssen nun wieder aufstehen. Vor uns liegt ein langer steiniger Weg“, sagte Bruno Labbadia. Seit seinem Amtsantritt hat der neue Coach nur vier Punkte aus vier Spielen geholt. Dass seine Mannschaft nur deshalb nicht Letzter ist, weil die punktgleichen Mönchengladbacher eine noch schlechtere Torbilanz aufweisen, ist ein schwacher Trost. Und in den Köpfen der älteren Fans werden Erinnerungen wach an den dunkelsten Moment in der Vereinsgeschichte, als der VfB sich vor 36 Jahren zum ersten und einzigen Mal für zwei Spielzeiten aus der 1. Bundesliga verabschieden musste.

Umso härter trifft es die Spieler, da die Rückrunde so verheißungsvoll begonnen hatte. Erst Mainz besiegt (1:0), dann Unentschieden beim Tabellenführer Dortmund (1:1). Mit vier Punkten aus den ersten zwei Spielen schienen Labbadias Rettungsmaßnahmen endlich zu fruchten. Der hatte sich mit dem großen Ziel Klassenerhalt darauf konzentriert, aus dem zusammengewürfelten Haufen ein Team zu machen, das auch als solches zusammenspielt.

Doch der Druck war am Sonntag wohl doch zu hoch. Bei der Partie gegen Freiburg beschrieb Präsident Erwin Staudt seine Profis als „gelähmt und übernervös.“ Das spürte man auch an Harniks Leistung. Der vergrub sein Gesicht unmittelbar nach dem Fehlschuss noch in seinen Handschuhen, meinte später aber tapfer: „Ich verfalle jetzt nicht in Selbstmitleid. Ich habe auch schon andere Chancen vergeben. Das muss man abhaken.“ Auch Mitspieler Christian Gentner betonte, man solle nun nicht Harnik die Schuld zuweisen. „Wir können Martin keinen Vorwurf machen. Er hat uns schon viele Punkte geholt.“

Am kommenden Wochenende hat Harnik erneut die Chance, sich in seiner Rolle als Joker erneut zu beweisen: Dann kommt es zum Kellerduell beim Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach.

Champions League: Schalke ist Gruppensieger

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Schalke 04Nach dem Sieg bei Benfica Lissabon zieht Schalke 04 als Gruppenerster ins Achtelfinale der Champions League ein – und hofft auf Aufschwung in der Bundesliga. Doch dort heißt es am Sonntag gegen Mainz für den Tabellen-15. wieder Absturzalarm.

Seine Erfolgsserie im europäischen Wettbewerb hat Schalke 04 mit einem 2:1 bei Benfica Lissabon gekrönt und beendet die Gruppenphase der Königsklasse damit auf Platz eins in der Gruppe B. Wie bereits im Bundesliga-Erfolg gegen den FC Bayern am vergangenen Samstag erzielte José Manuel Jurado im nur zur Hälfte gefüllten Estádio da Luz den Führungstreffer (19. Minute) und Benedikt Höwedes (81.) legte nach. Für den Gruppensieg hätte den Gelsenkirchenern allerdings bereits ein Remis gereicht, da Olympique Lyon in der zeitgleich stattfindenden Champions League-Partie gegen Hapoel Tel Aviv nur 2:2 spielte.

Torwart Manuel Neuer, der wie schon gegen Bayern kaum zu überwinden war, wenn Benfica gefährlich vor das Schalker Tor kam, sagte: „Wichtig waren die drei Punkte und Tabellenplatz eins.“ Nun kann Felix Magaths Mannschaft auf einen vermeintlich leichteren Gegner im Achtelfinale hoffen. Dieser wird am 17. Dezember ausgelost. Trainer Magath ist optimistisch: “Ich denke, das Viertelfinale ist drin.”

Optimistisch ist die Grundhaltung im gesamten Team, vergessen scheint die 0:5-Blamage bei Aufsteiger Kaiserslautern. “In der Defensive stehen wir schon länger gut”, behauptete etwa Torhüter Manuel Neuer, der zuletzt oft als einziges großes Talent im Kader herauszustechen schien. “Wir hatten das Spiel 80 Minuten lange im Griff.” Dass es mit einer guten Leistung im europäischen Wettbewerb nicht getan ist, weiß Deutschlands Tormann Nummer eins aber auch: “Es ist wichtig, in der Liga weiter nach vorne zu kommen.” Das ist auch für Neuer persönlich entscheidend, denn sonst, so prophezeite ihm Oliver Kahn kürzlich, sei ein Platz unter den Großen im europäischen Fußball “sporadisch, aber nicht kontinuierlich möglich”. Der frühere FCB-Keeper legte dem jungen Talent einen Wechsel “zu einem ganz großen Verein” ans Herz.

Sich ihren Platz als solcher wieder zu erkämpfen ist auch Felix Magaths Ziel für den Verein. Durch den Sieg in Portugal gehen sie immerhin mit dem Gruppensieg in der Tasche in die Winterpause, und die Bilanz aus der Königsklasse kann sich durchaus sehen lassen: 13 Punkte bei nur drei Gegentoren und zehn selbst erzielte Tore.

Die Freude ist dennoch verhalten. “Zufriedenheit ist das bestimmende Gefühl bei mir”, sagte der Coach. “Wir haben gezeigt, dass wir international mithalten können. Und das war ja auch unser Ziel.” Jetzt sollten sie beweisen, dass sie auch national mehr verdient haben als den fünfzehnten Tabellenplatz. Und sie sollten es vermeiden, auf den Champions League-Erfolg wieder ein Bundesliga-Debakel folgen zu lassen, wie zuletzt das peinliche 0:5 gegen Kaiserslautern nach dem Sieg über Lyon. Mit dem Tabellenzweiten Mainz 05 haben sie dafür am Sonntagabend sicherlich nicht den leichtesten Gegner vor sich. Magath zeigt sich dennoch zweckoptimistisch: “Ich hoffe, dass uns dieser Auswärtssieg gerade in Mainz Sicherheit geben wird.” Restzweifel an der Ligatauglichkeit seiner Mannschaft scheint auch Torhüter Neuer noch zu haben: “Ich hoffe, wir haben uns jetzt stabilisiert.”

Foto: Flickr | @ iPhone-SoccerWallpaper

Denkzettel für „Spucker“ Javier Pinola

Mittwoch, 24. November 2010

1. FC NürnbergDer Verteidiger des 1.FC Nürnberg erhält nun seine Strafe für die Spuckattacke auf Bastian Schweinsteiger im bayerischen Derby am vergangenen Sonntag angespuckt. Bei einem Wortgefecht beim Gang in die Kabine hatte Pinola den Bayern-Profi unbemerkt von Schiedsrichter Torsten Kinhöfer angespuckt. Schweini tobte nach der Partie, trotz 3:0-Sieg der Bayern: „Er spuckt mich an. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist unglaublich, da muss noch etwas nachkommen.“

Und das ist nun auch geschehen. Dass Referee Kinhöfer die Attacke nicht gesehen hatte, nahm der DFB-Kontrollausschuss nachträglich Ermittlungen auf. Fernsehbilder bestätigten Schweinsteigers Vorwürfe eindeutig. Das Sportgericht wertete die Attacke Pinolas als „krass sportwidriges Verhalten“. Obwohl Pinola sich nach dem Vorfall telefonisch bei Schweinsteiger entschuldigt hatte, und auf der Website seines Clubs ein Statement abgegeben hatte, in dem er sich beim Verein und den Fans entschuldigte, verhängte das DFB-Sportgericht eine Sperre für vier Spiele für Pinola.

Der 1.FC Nürnberg muss auf seinen Verteidiger nun in den kommenden Bundesliga-Partien gegen den 1. FC Kaiserslautern, beim FSV Mainz 05, gegen Borussia Dortmund und bei 1899 Hoffenheim verzichten. Der „Club“ hat die Möglichkeit, nach dem Urteil des Einzelrichters vom Mittwoch innerhalb von 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht zu beantragen, und so versuchen, die Sperre noch abzuwenden.

Auch vereinsintern war der Argentinier mit einer 15000-Euro-Strafe belegt worden. Dort freut man sich gar nicht über den erneuten Aussetzer des argentinischen Fußball-Rüpels. Nicht das erste Mal war Pinola auffällig geworden. Bereits vor zwei Jahren musste er sich wegen eines Ellbogenschlags gegen Oualid Mokhtari vom FSV Frankfurt verantworten, und im September diesen Jahres hatte er Cacau im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart in den Bauch gestoßen. „Pinos Aktion wirft ein negatives Image auf den 1. FC Nürnberg“, schimpfte FCN-Finanzvorstand Ralf Woy.

Foto: Flickr | @ iPhone-SoccerWallpaper

Verschwörung auf Schalke

Mittwoch, 13. Oktober 2010

auf SchalkeMit nur vier Punkten aus den ersten Spielen und Platz 17 hat Schalke 04 einen waschechten Fehlstart in die Bundesligasaison hingelegt. Nun hat Felix Magath eine ungewöhnliche Erklärung für das Versagen seiner Mannschaft parat…

Nicht etwa in persönlichen Schwächen oder etwa seinem vielkritisierten Kader-Umbau sieht der sonst so erfolgsverwöhnte Trainer die Gründe für den Platz am Tabellenende. Er wittert eine Schiedsrichterverschwörung gegen seine Mannschaft. „Wir haben sieben Spiele viermal in Unterzahl beendet. So etwas habe ich in meiner Trainerkarriere noch nicht erlebt“, wetterte Magath.

Seiner Meinung nach wurden die Königsblauen benachteiligt, er sah Unverhältnismäßigkeiten bei den Entscheidungen, die zu den Platzverweisen geführt hatten. „Die Art und Weise war für mich nicht stimmig. Uns fehlt da auch die Lobby. Was meinen Sie, wenn das dem FC Bayern passiert wäre? Da wäre das Geschrei groß gewesen. Bei uns wird das übergangen“, ist der Trainer von der ungerechten Behandlung überzeugt.

Ungerechten Entscheidungen allein seien die vielen Spiele in Unterzahl zu verdanken, nicht etwa einem Disziplinproblem in der Mannschaft. „Nein! Das kann ich nicht erkennen“, so Magath. Umgekehrt beschwerte er sich allerdings auch, dass Regelverstöße der gegnerischen Mannschaften nicht entsprechend geahndet worden seien. „Zum Beispiel in Freiburg: Da wurde ein Ellbogenschlag eines Freiburger Spielers nur mit einer Gelben Karte geahndet.“ Das Spiel gewannen die Schalker zwar trotz der vermeintlichen Fehlentscheidung, doch Magath beharrt darauf: „Bisher gab es schon einige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns.“

Seine Umbauarbeiten, die im Zusammenhang mit der Schalker Krise zuletzt vermehrt angegriffen wurden, verteidigte der Trainer jedoch. „Ich habe nicht zu viel verändert. Denn die Personalpolitik ist darauf ausgerichtet, um Grundlagen zu schaffen, damit Schalke national und international eine noch bessere Rolle spielt. Der Umbruch musste jetzt geschehen, weil wir durch die Qualifikation für die Champions League die finanziellen Mittel hatten, um etwas zu tun. Spieler wie Raúl hätten wir ohne diesen sportlichen Erfolg nie holen können.“

Diesem riet Sportvorstand Horst Heldt unterdessen zu mehr Egoismus. “Er stellt sich absolut in den Dienst des Teams, ist permanent unterwegs, um Struktur ins Spiel zu bringen. Dabei opfert er mitunter seine persönlichen Stärken”, sagte Heldt über den Neuzugang. Raúl brauche mehr Unterstützung. Am kommenden Samstag können die Schalker zumindest einen Raúl in Topform gut gebrauchen. Dann kommt Tabellen-Schlusslicht Stuttgart zum Krisenduell in die Veltins-Arena.

Foto: Flickr | @ Free-ers (Mark Freeman)

Mainzer Nachwuchstalent Schürrle nach Leverkusen

Freitag, 17. September 2010

Freude bei Bayer Leverkusen: Für eine Ablösesumme von fast zehn Millionen Euro soll André Schürrle vom FSV Mainz 05 im Sommer 2011 zu Bayer Leverkusen wechseln. Dort erhält der 19-Jährige einen Fünfjahresvertrag. Dies gaben nun beide Clubs offiziell bekannt.

Der von vielen Vereinen umworbene Vorzeigespieler machte sich sowohl bei Bundesligist Mainz als auch als U-21-Nationalspieler einen Namen. In bisher 35 Bundesliga-Spielen erzielte der Youngster bislang 7 Tore. Im Sommer 2009 wurde er mit den Mainzer A-Junioren deutscher Meister und rückte danach direkt zu den Profis auf. Dort stieg er schnell zum Stammspieler auf. Sein Vertrag in Mainz lief noch bis 2013.

„Ich bin Mainz 05 sehr dankbar, wie Manager Christian Heidel und mein Trainer Thomas Tuchel mit meinem Wunsch umgegangen sind und dass sie mir diesen nächsten Schritt in meiner Karriere bereits jetzt ermöglichen“, sagte Schürrle: „Ich werde bis zum letzten Spieltag alles für meine Mannschaft und meinen Verein geben, Mainz 05 wird für mich immer ein ganz besonderer Verein bleiben.“

Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser zeigt sich erfreut: „Wir sind froh, in André Schürrle eines der größten Talente des deutschen Fußballs langfristig an uns binden zu können. Wir haben uns seit gut einem Jahr um ihn bemüht.“ Leverkusens Cheftrainer Jupp Heynckes nannte Schürrle „eines der herausragenden Stürmertalente der Bundesliga.“

Dieses Talent ließen sich die Bosse auch einiges kosten. Fast zehn Millionen Euro blätterten sie für den Jungspund hin - nie ist für einen 19-Jährigen innerhalb der Bundesliga mehr Geld geflossen, und überhaupt erzielten nur vier Spieler bei einem Transfer innerhalb Deutschlands höhere Ablösesummen: Mario Gomez, Miroslav Klose, Lucio und Lukas Podolski. Mit etwas Glück wird sich die Investition für die Tabellenvierten lohnen. Sein Trainer Thomas Tuchel zumindest traut Schürrle eine steile Karriere wie WM-Wunderkind Thomas Müller zu: „André kann den ähnlichen Weg gehen. Das Potenzial und den Charakter hat er.“

„Neue“ Alte Försterei wird gegen Hertha eröffnet

Dienstag, 28. April 2009

Alle Eisernen müssen sich nun doch noch etwas länger gedulden, um wieder in Ihrem Wohnzimmer Platz nehmen zu können. Auch die beiden restlichen Heimspiele der Saison werden im unbeliebten Jahn-Sportpark ausgetragen, dies gab diese Woche Union-Präsident Dirk Zingler bekannt. Grund hierfür sind die noch andauernden Arbeiten im Bereich Dachkonstruktion. Auch der Rasen soll nun schon vor der nächsten Saison mit einer Rasenheizung ausgestatten werden.

Am 8. Juli wird nun das Eröffnungsspiel gegen den Erstligisten Hertha BSC stattfinden. Dieser Mittwochabend soll natürlich dazu genutzt werden, den vielen tausenden Helfern zu danken, die innerhalb des letzten Jahres dazu beigetragen haben, die Alte Försterei in ein modernes Stadion zu verwandeln, die dabei aber den Charakter eines Fußballstadions nicht verloren hat und die Zukunft des 1. FC Union richtungsweisend aufzeigt.
Dabei hoffen natürlich viele Berliner auf ein ähnliches Fest wie im Herbst 1990 als beide Mannschaften das erste Mal nach der Wiedervereinigung im Olympiastadion aufeinander trafen. Vielleicht bringt es beide Mannschaften wieder zu diesem freundschaftlichen Verhältnis, welches noch zu Zeiten des Kalten Krieges bestand.

Wie gefeiert wird, wissen die Unioner ja bereits und wer noch etwas außer Übung ist, kann Wissenslücken bei den zahlreichen Aufstiegsfeiern ausmerzen, die hoffentlich in den folgenden Wochen stattfinden. In diesem Sinne schauen wir gespannt in die nahe Zukunft und freuen uns auf eine Rückkehr in die Alte Försterei!