Afellay kommt langsam in Fahrt

Ibrahim Afellay kommt bei Schalke 04 immer besser in Fahrt. Das hat der Niederländer auch mit seinem Treffer im Revier-Derby gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende bewiesen. Die Leihgabe des FC Barcelona könnte bald einer der Topleistungsträger bei den „Königsblauen” werden.


Von den Katalanen kennt Afellay bereits den „Clasico” gegen Real Madrid. Seit dem Wochenende weiß er auch, wie die Emotionen hochkochen, wenn Schalke 04 gegen Borussia Dortmund spielt. Das Derby wurde sogar mit 2:1 gewonnen und Afellay leistete seinen Beitrag mit dem Führungstreffer zum  1:0. Klar, dass der Niederländer sich derzeit wohl bei den „Königsblauen” fühlt. „Für einen Profi sind genau das die Spiele, warum man das Ganze macht. Ein fantastisches Stadion, ein toller Platz”, schwärmte Afellay nach dem Match in den Bundesliga News.

Dabei war der 26-Jährige bisher selten über 90 Minuten zum Zug gekommen. Aufgrund der Verletzung von Julian Draxler war Afellay gegen den BVB in die Startelf gerückt. Gegen die „Schwarz-Gelben” wurde deutlich, dass er auf dem besten Weg zur Topform ist. Nach seinem Kreuzbandriss 2011 scheint der Niederländer jetzt langsam wieder sein volles Potential ausschöpfen zu können. „Der Trainer wollte mich zu Saisonbeginn ruhig aufbauen. Natürlich ist man dann ein bisschen enttäuscht, denn man will so schnell wie möglich wieder spielen. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch, dass der Trainer mich nicht zu schnell wieder bringen wollte”, erklärte Afellay.

Bei Schalke stehen die Chancen auf Einsätze wesentlich besser als bei Barcelona, wo er sich nicht durchsetzen konnte. Seine Zeit in Deutschland will er nutzen. „Schalke spielt gut in der Bundesliga mit und das ist doch eine der besten Ligen der Welt. In dieser Hinsicht ist dieser Schritt für mich ein Schritt nach vorne. Besonders wenn man sieht, dass ich nach solch einer langen Verletzung doch schon wieder ein hohes Niveau erreicht habe”, freute sich der Niederländer über seine persönlichen Fortschritte.

Die lange Verletzungspause ist an Afellay nicht spurlos vorbeigegangen. „Ich habe das letzte Jahr leider komplett verloren. Aber manche Dinge passieren auch nicht einfach so. Es ist wichtig, dass man sich in solchen Momenten nicht damit zufrieden gibt, sondern mit voller Überzeugung dagegen ankämpft. Und das ist nicht immer einfach. Man beginnt wieder bei Null”, kommentierte er seinen Kreuzbandriss.

Dem 26-Jährigen ist in Deutschland vor allem ein Unterschied zur spanischen Liga aufgefallen. „In der Bundesliga wird ein ganz anderer Fußball gespielt. Man muss das ganze Spiel lang reinhauen und kämpfen, dadurch bekommt man noch mehr Kondition. Aber das ist für meine Entwicklung ganz gut.”

Auch gegen Arsenal in der Champions League am Mittwoch könnte Afellay wieder in der Startelf stehen. Doch auch Julian Draxler kann laut Sportnachrichten nach seinem Unterarmbruch wieder spielen. Wer am Mittwoch links außen auflaufen wird, ist noch nicht klar. Beide haben zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt.

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